Sandbag is a not-for-profit campaign group dedicated to fighting climate change and promoting a low-carbon future.
We believe a big part of the answer lies in the cap and trade of greenhouse gas emissions and we campaign to make sure that existing and planned carbon markets live up to their potential. We shine a light on what's really going on, what's working well, and what needs to be improved. Through changes in these policies literally billions of tonnes can be prevented from entering the atmosphere - our analysis and lobbying of governments helps ensure this is what happens.
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Sandbag launches Klimagoldesel report on German Carbon Fatcats
posted by Rob on 8th Nov 2011

Today, in partnership with Bund and GermanWatch Sandbag launched it's latest report focussing on the performance of key German companies accruing large volumes of surplus permits under the EU Emissions Trading System (EU ETS) Germany is the country responsible for the largest share of emissions in the EU ETS (31%). Our aim in producing this report is to contribute to the debate about how Germany and Europe can successfully transition to a low carbon economy. The full German press release is available below.

The full report is available in English here, and in German here.

Millionenprofite statt Klimaschutz: Industrie bunkert Klimazertifikate

Berlin: Unternehmen vor allem der Stahl-, Zement- und Chemiebranche machen in Deutschland mit dem europäischen Emissionshandel ein Millionengeschäft. Das ergibt sich aus einer Studie der britischen Umweltorganisation "Sandbag Climate Campaign", die sie heute gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Germanwatch in Berlin veröffentlichte. Anstatt ihre Emissionen des Klimagases CO2 zu reduzieren, missbrauchten Teile der Industrie den Emissionshandel als profitable Einnahmequelle, so der Vorwurf der Umweltorganisationen.

Der Grund dafür seien Millionen an kostenlosen und überschüssigen CO2-Zertifikaten, mit denen die Bundesregierung ab 2008 die Unternehmen in der zweiten Handelsperiode des Emissionshandels ausgestattet habe. Laut Studie "Der Klimagoldesel: Wer sind die Gewinner des EU-Emissionshandels?" haben die zehn größten Profiteure des EU-Emissionshandels in Deutschland bisher insgesamt rund 60 Millionen überschüssige CO2-Zertifikate im Wert von geschätzten 800 Millionen Euro angehäuft. Zu den vom Emissionshandel profitierenden Firmen gehören die in der Stahlbranche tätigen Unternehmen ThyssenKrupp und Salzgitter-AG, der Zementhersteller Lhoist und der Chemiekonzern BASF.

Freifrau Worthington, Vorsitzende von "Sandbag": "Deutschland ist der größte Akteur im europäischen Emissionshandel und hat damit eine Schlüsselrolle für das Funktionieren dieses wichtigen Klimaschutzinstrumentes. Unsere Studie zeigt jedoch, dass der derzeitige Emissionshandel den Klimaschutz in entscheidenden Branchen nicht voranbringt." Die in der Studie analysierten Unternehmen hätten deutlich mehr Zertifikate erhalten, als sie Kohlendioxid emittierten. Durch diese Überausstattung mit Emissions-Zertifikaten fehle ihnen jeglicher Anreiz, CO2-Emissionen zu mindern.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: "Der Emissionshandel in seiner jetzigen Form ist eine Gelddruckmaschine für die energieintensive Industrie. Damit muss Schluss sein. Der Markt darf nicht weiter mit zu vielen CO2-Zertifikaten überschwemmt werden. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass künftig deutlich weniger Zertifikate verteilt werden. Gerade vor dem Weltklimagipfel in Durban wäre dies ein wichtiges Signal für die Glaubwürdigkeit Deutschlands in Sachen Klimaschutz."

Hauptprofiteur des Emissionshandels in Deutschland ist laut Studie die Firma ThyssenKrupp. Sie besitzt überschüssige CO2-Zertifikate im Wert von ca. 250 Millionen Euro. Die Firma habe von Beginn des Emissionshandels im Jahr 2005 bis heute immer mehr Zertifikate besessen als sie CO2 emittiert habe. Bislang habe der Emissionshandel dem Unternehmen somit keinen einzigen Cent gekostet, sondern ihm im Gegenteil Gewinne beschert.

Jan Burck von Germanwatch: "Die Ergebnisse der Sandbag-Studie zeigen, dass Behauptungen aus der Stahlindustrie, der Emissionshandel gefährde den Wirtschaftsstandort Deutschland, weit überzogen sind. Die Politik darf den Drohgebärden der Industrie keinen Glauben mehr schenken. Es ist an der Zeit, den Emissionshandel effizienter zu machen und Unternehmen deutlich mehr Anreize zu geben, ihren eigenen Energieverbrauch zu reduzieren. Dafür muss dringend das CO2-Minderungsziel der EU von 20 auf mindestens 30 Prozent bis 2020 angehoben werden."

Die Sandbag Studie "Der Klimagoldesel – Wer sind die Gewinner des EU-Emissionshandels?" sowie Grafiken zum Download finden Sie unter: www.bund.net/klimagoldesel

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Heinz Otto on 8th Nov 2011:
Thanks to sandbag and BUND for this work. Question: will there be another report about the Emission-Trading in the maritime Industry???? You have the short way, to met the IMO and ask them, how they will minimize the GHG of the ships. Some discussions are at: www.sustainableshipping.com. I would be glad, if sandbag and BUND can work in DURBAN, I am to small, to fight there. But i have strggled roundabout 30 years for the use of modern Square-riggers for the transport of coal or iron or corn. Have a look to www.windships.de or http://sustainableshipping-bythewind.blogspot.com/ . Go on with your work and thanks to the ZDF-frontal21
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